Israelische Linke vs. europäische Linke

By Michael Kreutz · March 30, 2006

Was an Amos Oz ist eigentlich links? In der heutigen FAZ weist der israelische Schriftsteller und Friedensaktivist auf die entschiedene Haltung der Friedensbewegung hin, “dass die Beendigung der Besetzung der Beginn des Friedens sein muss.” Während in Europa unter den Linken die Meinung vorherrscht, dass eine Hamas in der Regierung moderater sein wird als eine Hamas in der Opposition, gibt sich die israelische Friedensbewegung keiner Illusion hin: “Die Regierung Olmert scheint uns nicht den Tauschhandel ‘Land gegen Frieden’, sondern allenfalls ‘Land gegen Zeit’ zu bringen, denn die Ziele der Hamas gehen eindeutig über eine Rückgabe des Gazastreifens und der Westbank hinaus”, schreibt Oz angesichts des Wahlsiegs von Sharons Kadima.

Wieder einmal bestätigt sich mein Eindruck, dass die israelische Linke in ihrer Mehrheit anders ist als die europäische. Irgendwie habe ich mit der israelischen Linken weniger Probleme als mit der deutschen oder europäischen. Und die Frage ist, warum.

Natürlich ist auch in Israel die Linke nicht homogen. Es gibt auch die Irrwische um Gush Shalom und dessen bekanntesten Vertreter Uri Avneri, die immerzu glauben, dass alles gut wird, wenn Israel sich erst auf die Grenzen von 1967 zurückgezogen hat. Aber Leute wie Avneri oder Felicia Langer scheinen mir die Ausnahme. Was die israelische Linke in ihrer Mehrheit von der europäischen trennt, ist, so mein Eindruck, durchaus erheblich:

• Die israelische Linke ist zuerst einmal nicht anti-israelisch. Dass Israel eine Demokratie ist, wird allgemein nicht bestritten. Das kann von europäischen Linken nicht so ohne weiteres gesagt werden.
• Die israelische Linke ist in der Regel nicht pazifistisch. Sie weiss, dass der Staat Israel ohne Bereitschaft zur Verteidigung nicht würde bestehen und ohne Waffengebrauch nicht hätte gegründet werden können. Inititativen wie Yesh Gvul und Yotz’im min ha-Shtahim bilden da keine Ausnahme.
• Die Linke in Israel geriert sich normalerweise nicht antiwestlich und betreibt keinen Kulturrelativismus. Ich erinnere mich an einen Vortrag von Shimon Peres in der Hebräischen Universität Jerusalem, bei dem ich vor einigen Jahren zugegen war, auf der Peres als zentralen Wert der westlichen Welt die Freiheit nannte. Von welchem Linken wurde hierzulande je ein solch klares Statement gehört?
• Die israelische Linke sucht die Schuld für den Nahostkonflikt nicht einseitig bei Israel. Die Schriftstellerin Tsruya Shalev kommentierte den Ausbruch der Intifada II so: “Ich habe an den Frieden geglaubt, habe geglaubt, dass die Palästinenser in Frieden mit uns leben wollen. Jetzt aber habe ich - wie viele in Israel - den Eindruck, sie wollen vielleicht gar keine Koexistenz in einem eigenen Staat, sondern sie wollen das ganze Land.” Und Benny Morris, einer der bekanntesten Vertreter der linken “Neuen Historiker” meinte zum selben Thema: “Yes, the Palestinians are to blame. And this is true not only because they rejected Ehud Barak’s generous offer but also because they are unwilling to come to terms with Israel’s existence here. They want to throw [the Jews] into the ocean, and anyone who holds a different opinion is mistaken. These are the words of the Historian.”
• Die israelische Linke hat kein Verständnis für Selbstmordattentäter. Ich erinnere mich an einen Aufsatz ebenfalls von Amos Oz, in dem dieser darauf hinwies, dass islamistischer Terror eben nicht nur in Israel, sondern nahezu überall in der islamischen Welt stattfinde und allein schon deshalb das Phänomen der Selbstmordattentate nicht mit der israelischen Besatzung erklärt werden könne.
• Die israelische Linke glaubt nicht an den binationalen Staat. Der Sicherheitszaun war ihre Idee. Auch Amos Oz ist nicht grundsätzlich gegen eine solche Barriere.

Was also macht die israelische Linke als solche aus? Und die Antwort: Im wesentlichen ihr Eintreten für einen palästinensischen Staat und den säkularen Charakter Israels. Und mit solchen Leuten kann ich sehr gut umgehen, mit ihnen diskutieren, mich mit ihren Positionen auseinandersetzen. In Deutschland dagegen ist es anders: Die Linke hierzulande hat sich im Grossen und Ganzen nie mit der Existenz eines jüdischen Staates anfreunden können, kann diesen bestenfalls tolerieren. Sicher, die Linke hat nichts gegen Juden, sie liebt sie sogar, aber eben vorzugsweise in der Opferrolle. Israel dagegen wurde gegründet, weil die Juden nicht länger Opfer sein wollten. Das ist die Crux.

Ich verspüre daher meist wenig Lust, mit europäischen Linken über Israel zu diskutieren, und zwar nicht deswegen, weil ich an einer Überidentifikation mit dem Staat Israel leide, sondern weil ich grundsätzlich mit dem Typus des moralisierenden Intellektuellen, der seinen ganzen Ärger mit allem Irdischen in einen antiwestlichen Selbsthass sublimiert, meine Schwierigkeiten habe. Europäische Linke können von der israelischen noch viel lernen.

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Comments

20 Responses to “Israelische Linke vs. europäische Linke”

  1. M. Riexinger on March 31st, 2006 8:12 am

    Ist die europäische Linke pazifistisch? Es gibt einen Essay von Orwell, in dem er erklärt, dass prinzipieller Pazifismus allein bei einigen Sekten wie en Quäkern zu finden sei. Politischer Pazifismus lasse sich hingegen immer auf die Ablehnung eines bestimmten Landes (oft des eigenen) oder einer bestimmten Ideologie zurückführen.

  2. M. Riexinger on March 31st, 2006 8:54 am

    Sorry, mit den Sekten habe ich mich geirrt, dennoch lesenswert. Und Maxeiner/Miersch bestätigen es ja aufs trefflichste.

    http://www.orwell.ru/library/a.....ish/e_patw

  3. Freunde der offenen Gesellschaft»Blog Archive » Was unterscheidet die israelische Linke … on March 31st, 2006 10:57 am

    […] … von der europäischen Linken? Überlegungen dazu auf dem - ohnedies lesenswerten - Transatlantic Forum von Martin Riexinger und Michael Kreutz. […]

  4. tape on March 31st, 2006 12:47 pm

    Ach ja, die lefties: was sagt dieser wohlformulierte, mit liebreizenden Worten gespickte Text aus? Nicht anderes als dies:

    Hier wie dort sind die Linken ein Haufen weltfremder, realitätsferner Spinner, die nichts spüren und merken, solange sie nicht selbst betroffen sind. Bis zu diesem Zeitpunkt sitzen sie am liebsten in zentralgeheizten EFHäusern, am besten in einem, bei dem ein “weltoffener” Konservativer Strom, Verpflegung und Miete zahlt, und philosophieren sich die Welt schön.

    Zitat:“Ich habe an den Frieden geglaubt, habe geglaubt, dass die Palästinenser in Frieden mit uns leben wollen. Jetzt aber habe ich – wie viele in Israel – den Eindruck, sie wollen vielleicht gar keine Koexistenz in einem eigenen Staat, sondern sie wollen das ganze Land.”

    Sie wollen vielleicht gar keinen Frieden, hmmm.
    Nur ein paar Jahrzehnte arabisch/islamischer Terror und schon reifen solch bahnbrechende Erkenntnisse.

    Überspitzt formuliert: In Israel muß Linken erst ein eigenes Kind in die Luft gesprengt werden, in Deutschland müssen die Kinder der Linken (sofern sie denn welche haben) erst selbst eine Rütli Schule (üb)erleben, erst dann fällt der Groschen und ein klein wenig Realtitätssinn macht sich breit.

    Solange die kritisierten Zustände aber nur den Nachbarn betreffen, wird sich noch gerne mit Minderheiten solidarisiert. Ist menschlicher.

  5. orgname on March 31st, 2006 2:19 pm

    als europäischer Linker muss ich Ihnen recht geben. sehr.

  6. M. Riexinger on March 31st, 2006 3:25 pm

    @ orgname

    Wem?

  7. Heplev on March 31st, 2006 5:50 pm

    Benny Morris als “neuer Historiker” ist zwar schön und gut, aber nicht mehr repräsentativ, denn er hat eine 180-Grad-Wende vollzogen, was die Frage der Einschätzung der “israelischen Untaten” im Unabhängigkeitskrieg angeht - zurück zu normalem Menschenverstand. Da ist er allerdings ziemlich alleine, leider. Der Rest ist immer noch der Meinung, dass nicht Fakten, sondern das heutige Empfinden der vermeintlichen Opfer angeblicher genozidaler jüdischer Gewalt 1948/49 historisch richtig sei.

  8. M. Kreutz on March 31st, 2006 6:27 pm

    Benny Morris bestreitet, eine 180-Grad-Kehre vollzogen zu haben. Seine Behauptung, die Vertreibungen der Israelis im Unabhängigkeitskrieg seien “Peanuts” gemessen an den Vertreibungen anderer Freiheitskämpfe, sieht er nicht in Widerspruch zu seinen Forschungen!

  9. N. Neumann on March 31st, 2006 11:12 pm

    Der Rest ist immer noch der Meinung, dass nicht Fakten, sondern das heutige Empfinden der vermeintlichen Opfer angeblicher genozidaler jüdischer Gewalt 1948/49 historisch richtig sei.

    Das, was Sie dem Rest zuschreiben, klingt mir doch sehr nach Ilan Pappe (über Avi Shlaim und Simcha Flapan* weiß ich zu wenig). Tom Segev hingegen, der zumindest meistens zu Israels “Neuen Historikern” gezählt wird, vertritt nicht diese Meinung.

    Darüber hinaus bin ich mir nicht sicher, ob das Phänomen “Neue Historiker” wirklich so neu ist. Wenn ich mich nicht völlig irre, gab es mithin schon vor den “neuen Historikern” israelische Historiker, die z.B. die These vertreten haben, dass im Rahmen des Gründungskriegs Palästinenser auch (aber nicht nur) vertrieben worden sind, die britische Mandatsmacht sich im Endeffekt deutlich mehr zugunsten der zionistischen Bewegung als zugunsten der Araber verhalten hat oder dem Holocaust oftmals eine zu starke Bedeutung für die Gründung des Staates Israel beigemessen würde.

    *Ich sehe gerade, dass Flapan vor nicht allzu langer Zeit auf Deutsch im Melzer-Verlag veröffentlicht wurde; was als starkes Indiz dafür gelten kann, dass er diese Meinung vertritt.

  10. orgname on April 1st, 2006 12:00 am

    Herr Riexinger, ich gebe Herrn Kreutz sehr recht!

  11. M. Riexinger on April 1st, 2006 11:55 am

    @ orgname

    Ich wusste nicht ob Sie ihn oder das Tonband meinten.

  12. orgname on April 1st, 2006 12:12 pm

    @M. Riexinger:

    nee, das konservative Tonband scheint mir ähnlich kritikwürdig zu sein; es hat bezüglich der israel. Linken irgendwie das falsche aufgenommen, habe ich den Eindruck. Das Tonband spielt ab,ohne Quellen anzugeben, und der Hinweis auf die Rütli-Schule ist vielleicht gar kein Linken-Hass, sondern Abneigung gegen Ausländer. Woanders spielt das Tonband vielleicht auch bezüglich Israel ganz anderes ab. Kommt mir so vor. Was weiss ich.

  13. tape on April 2nd, 2006 3:50 pm

    @ M. Riexinger
    @ orgname

    Don´t joke about nicknames. :-)

    @ orgname

    Ich habe meine Meinung geäußert, Quelle bin ich also selbst.

    Habe es emotional und “eigenes Zitat: überspitzt formuliert”, um genau zu verdeutlichen, worauf ich hinauswill.

    Das ist nur scheinbar misslungen, sie stolpern über ihr eigenes Schubladendenken.

    Sie lasen nur: ach ja die lefties, dann Rütli Schule, schon war ihnen “alles” klar: “Konservativer Nicht(nur)linken- sondern gar Ausländerhasser, wahrscheinlich auch Israelfeind, Judenhasser, Antisemit.

    Wow, viele Schubladen haben Sie nicht, aber dafür ziemlich Große. Das ist aber auch nötig, ihr ganzer undifferenzierter Gedankenmüll würde sonst auch gar nicht reinpassen.

    Die letzten 7 Worte ihrer “Meinung” sind dann auch das beste, wahrscheinlich imaginieren sie selbst das als “Quellenangabe”:
    “Kommt mir so vor. Was weiss ich.” (da kommt dann normalerweise ein Fragezeichen hin, haben sie wohl, um die Quelle nicht in Frage zu stellen ;-) einfach weggelassen)

    Ansonsten geben Sie ein schönes Beispiel ab, für das, was ich meine: über etwas schwafeln, aber keinerlei Selbstbezug herstellen. Das ist für mich links: Immer mitreden, alles besser wissen, aber nie selbst betroffen sein, nur Betroffenheit heucheln.
    Daher mein Beispiel Rütli Schule: offizielle, schnelle “Lösung” hier: Haupt und Realschulen zusammenführen, mehr “fremdes” Geld, mehr Sozialarbeiter, aber natürlich nur Fremdsprachengenies, klar.

    Die Zustände auf den Schulen meiner Kinder sind noch längst nicht so, aber die Entwicklung geht in eine ähnliche Richtung:

    Die Grundschule meiner beiden Töchter, Ausländeranteil ca. 60%, aber gute Mischung, (dh. rel. wenig Araber, schreien sie ruhig Rassist, aber so erlebe ich das nun mal). Lehrerin erzählt ein Beispiel: 2. Schuljahr!, (Türken)Junge 7 Jahre alt, muß eine Stunde Zusatzhausaufgaben machen, sagt: “Wenn du mich nachsitzen läßt, sage ich das meinem Vater und der haut dir in die Fresse.” Lehrerin ist konsterniert, fragt: Was soll man da machen? Sie machte gar nichts und genau da fangen die Probleme an.
    Ich sage ihr: Ist doch klar, Eltern einbestellen, wenn nötig (im Wiederholungsfall) Schulkonferenz einberufen und Schulverweis aussprechen.

    Das wird nicht gemacht, es wird “toleriert” und das Ergebnis ist dann später bei meinem Sohn auf der Realschule (Ausländeranteil 65%) und die Lösungen werden dann immer schwieriger.

    Vll. daher mein emotionales Posting, ich bin betroffen, aber:

    Das Wort Hass haben sie erst eingebracht, ich bin überhaupt kein Hasser, ich unterteile in Dinge, die ich als gut erlebt habe , oder eben nicht.Die Kategorien Ausländer, Deutscher spielen da erstmal keinerlei Rolle,im übrigen auch alles Kategorien, die sie angeführt und projiziert hatten. Wieso eigentlich?

    Jetzt ist mein post sehr lang und auch persönlicher geworden, als ursprünglich beabsichtigt, sende es aber dennoch ab.

    Ihr post lieber orgname, hat mich geärgert.
    (”vielleicht gar kein Linken-Hass, sondern Abneigung gegen Ausländer. Woanders spielt das Tonband vielleicht auch bezüglich Israel ganz anderes ab.”)

    Mein erstes post können sie falsch, übertrieben oder bescheuert finden und von mir aus scharf kritisieren.

    Aber ich bin kein Hasser und spiele auch woanders nichts anderes bez. Israel ab, wie auch immer sie darauf kommen mögen.

    Grüße
    tape

  14. orgname on April 2nd, 2006 10:54 pm

    @tape:
    nee, Sie schreiben - ich zitiere Ihr Zitat: “Zitat:“Ich habe an den Frieden geglaubt, habe geglaubt, dass die Palästinenser in Frieden mit uns leben wollen. Jetzt aber habe ich – wie viele in Israel – den Eindruck, sie wollen vielleicht gar keine Koexistenz in einem eigenen Staat, sondern sie wollen das ganze Land.” ”
    Ich habe Ihr Zitat zitiert. Aber wer hat das gesagt, was Sie zitieren? Darf man doch fragen als Schulmeister(, um kurz den Ihrerseits eingeforderten Selbstbezug herzustellen). Frau Shalev hat`s gesagt. Wenn Sie schon immer wussten, was sie sagt, ist das ja super, aber Sie haben nicht sich selbst zitiert.
    Ausserdem habe ich nicht gesagt, dass Sie Ausländer hassen würden, sondern dass Sie vielleicht eine Abneigung gegen sie haben könnten. Wenn nicht, ist doch gut.
    Drittens werfen Sie Dinge in einen Topf, die nichts miteinander zu tun haben- ich zitiere Sie wiederum:
    “In Israel muß Linken erst ein eigenes Kind in die Luft gesprengt werden, in Deutschland müssen die Kinder der Linken (sofern sie denn welche haben) erst selbst eine Rütli Schule (üb)erleben, erst dann fällt der Groschen und ein klein wenig Realtitätssinn macht sich breit.”
    Es ging in obigem Artikel aber nicht darum, dass israelische Linke, von denen Sie nebenher annehmen, dass die keine Kinder hätten, weil israelische Linke wahrscheinlich keine haben, sowenig Realitätssinn hätten, wie deutsche Linke, sondern um das Gegenteil. Und die Rütli-Schule in Neukölln,die von deutschen linken Kindern überlebt werden muss, hat irgendwie nicht viel zu tun mit Intifada, Selbstmordmördern und der Frage palästinensischer und israelischer Staatlichkeit. In der Betrachtung dieser Fragen unterscheiden sich israelische und europäische Linke erheblich, davon handelt der Artikel. Der Ton Ihres Beitrags lässt aber darauf schliessen, dass Sie sich für diesen Unterschied, der zum Beispiel mir sehr am Herzen liegt und den ich zu Gunsten der israelischen LInken für ziemlich wichtig halte, nicht sonderlich interessieren. Sie finden eben Lefties doof. Und es ging nicht um Ausländer.

  15. tape on April 3rd, 2006 1:42 pm

    @orgname

    ???? Den blogeintrag von M. Kreutz, um den es sich hier dreht haben sie aber schon gelesen, oder? Kleiner Tipp: er steht ganz oben.

    Dazu habe ich eine Meinung gepostet, einen Absatz, der die Realitätsferne mMn besonders gut verdeutlichtt, habe ich daraus zitiert.

    Das habe ich mit “xxx” kenntlich gemacht, das ist eigentlich üblich in Foren.

    M. Kreutz unterscheidet (Quelle für Sie: Überschrift) zw. europäischen und israelischen Linken.

    Ich sehe diese beiden “Parteien” eben durch ihren realitätsfernen Tiefschlaf vereint.

    Und an der wachsweichen Wortwahl, sehen sie, daß zumindest die von M Kreutz, von mir und von Ihnen zitierte Schriftstellerin immer noch nicht richtig wach ist (”..habe ich den Eindruck, sie wollen vielleicht gar keine Koexistenz…). Hat halt den Knall immer noch nicht gehört.

    Dann brachte ich lediglich ein Beispiel von Realitätsferne bei europäischen respektive deutschen Linken, um diese Gemeinsamkeit (Tiefschlaf) zu unterstreichen.

    Sie schrieben:
    “Es ging in obigem Artikel aber nicht darum, dass israelische Linke, von denen Sie nebenher annehmen, dass die keine Kinder hätten, weil israelische Linke wahrscheinlich keine haben, sowenig Realitätssinn hätten, wie deutsche Linke, sondern um das Gegenteil. Zitat von orgname Ende”

    Häh?? Den blogeintrag haben sie nicht gelesen und mein posting nicht verstanden, anders kann ich mir diesen merkwürdigen Satz nicht erklären.

    “Sie finden eben Lefties doof.”
    Nein, finde ich nicht. Darüberhinaus kategorisiere ich nicht so direkt, wie sie das anscheinend tun.

    “Und es ging nicht um Ausländer.”
    Eben, warum stellen sie denn diesen Bezug her?

    Als Schulmeister (was soll das eigentlich sein?) wäre es nicht schlecht, etwas genauer zu lesen und erst dann zu schreiben.

    Grüße
    tape

  16. orgname on April 3rd, 2006 7:51 pm

    @tape: lesen Sie Ihre eigenen Posts nochmal. Dann den meinen.
    tape:
    “In Israel muß Linken erst ein eigenes Kind in die Luft gesprengt werden, in Deutschland müssen die Kinder der Linken (sofern sie denn welche haben) erst selbst eine Rütli Schule (üb)erleben, erst dann fällt der Groschen und ein klein wenig Realtitätssinn macht sich breit.”

    “Solange die kritisierten Zustände aber nur den Nachbarn betreffen, wird sich noch gerne mit Minderheiten solidarisiert. Ist menschlicher.”

    Ein Schulmeister ist ein Lehrer an einer Schule. Auch an der Hochschule.

    Kreutz:
    “In Deutschland dagegen ist es anders: Die Linke hierzulande hat sich im Grossen und Ganzen nie mit der Existenz eines jüdischen Staates anfreunden können, kann diesen bestenfalls tolerieren. Sicher, die Linke hat nichts gegen Juden, sie liebt sie sogar, aber eben vorzugsweise in der Opferrolle. Israel dagegen wurde gegründet, weil die Juden nicht länger Opfer sein wollten. Das ist die Crux.”

    “Ich verspüre daher meist wenig Lust, mit europäischen Linken über Israel zu diskutieren, …
    Europäische Linke können von der israelischen noch viel lernen.”

    Drum gebe ich Herrn Kreutz recht. Gegen die deutsche Linke. Ihnen gebe ich nicht recht. Nichts für ungut.

  17. tape on April 3rd, 2006 8:34 pm

    @orgname

    Als Schulmeister sollte ihnen folgendes doch möglich sein:

    analysieren sie nur mal den Aufbau ihres letztes Postings:

    a)ohne jeden Zusammenhang ein Zitat von mir.

    b)wieder vollkommen ohne Zusammehang, dann die Definiton des Schulmeisters.

    c)dann ein Zitat von Kreutz, natürlich wieder ohne Überleitung und Zusammenhang.

    d)dann ein “Resumee”: Sie geben Herrn Kreutz Recht und mir nicht.

    Das sei ihnen natürlich vollkommen ungenommen, schrieb ich doch schon, aber darum ging es doch nun überhaupt nicht.

    Ebenfalls nichts für ungut.

    Grüße tape

    (zugeben, dass sie es einfach übersehen haben, dass ich lediglich aus dem blogeintrag zitiert habe, das hätten sie aber schon können, hätten sie sich keinen bei abgebrochen)

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