Die Fratze des Sozialstaats

By Michael Kreutz · May 28, 2006

Talkrunde bei Sabine Christiansen: Trotzkistin Lucy Redler von der WASG empört sich über Hartz IV. Denn das sei schliesslich “Armut per Gesetz”.

So ist es. Was Frau Redler und ihresgleichen allerdings nicht wahrhaben wollen: Hartz IV ist kein Neoliberalimus, denn der Liberalismus weist niemandem seine wirtschaftliche Stellung per Gesetz zu. Sondern: Hartz IV ist die Fratze des Sozialstaats.

“Statt von Kapitalismus zu sprechen, wenn man die gewaltigen Fortschritte in der Lebenshaltung der Massen errwähnt, spricht die antiliberale Agitation von Kapitalismus immer nur dann, wenn sie irgendeine jener Erscheinungen erwähnt, die nur möglich wurden, weil der Liberalismus zurückgedrängt wurde.”

Das schrieb Ludwig von Mises bereits 1927. Achtzig Jahre danach ist die antiliberale Agitation abermals auf dem Vormarsch.

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Comments

2 Responses to “Die Fratze des Sozialstaats”

  1. Oliver Luksic on May 29th, 2006 11:45 am

    Hervorragender Artikel! Genaun das ist der punkt. Hoffentlich nimmt die WASG der PDS in Berlin mal ein paar Prozente ab bei der Wahl, hehe…

  2. B.L.O.G. - Bissige Liberale ohne Gnade on May 29th, 2006 11:56 am

    Reizwort-Bingo, neue Folge: Neo-Liberalismus

    Nachdem mein letzter Versuch, ein Reizwort an den Pranger zu stellen, schon zu Heiterkeitsausbrüchen und Erinnerungen an die Weimarer Republik geführt hat, werfe ich heute mein Lieblingsreizwort in die Debatte: neoliberal. Womit ich dann glei…

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