EU ja, Nichtmuslime nein

Von Michael Kreutz | Jun 15th, 2006

Einwanderungsgesellschaften können nur auf eine Weise funktionieren: Als Melting Pot. Davon bin ich fest überzeugt. Autochthone ebenso wie Einwanderer müssen ganz einfach die vorbehaltlose und uneingeschränkte Bereitschaft zur gegenseitigen Vermischung aufbringen, wenn wir keine fragmentierte Gesellschaft der Ghettos haben wollen. Und wenn ein Land (resp. 57% der Bevölkerung) den Wunsch bekundet, in die EU aufgenommen zu werden, dann darf es sich eben nicht zugleich von deren Bevölkerung abschotten.

Nicht zum ersten Mal plädiere ich deswegen dafür, die Werte der türkischen Gesellschaft mit in die Entscheidung einzubeziehen, ob das Land in die EU aufgenommen werden soll oder nicht. Die “Welt” berichtet jetzt von einer Umfrage aus der Türkei, derzufolge 65% der Befragten die Heirat ihrer Tochter mit einem Nichtmuslim ablehnen, während 46% der Meinung sind, dass Ausländer eine Bedrohung für die türkische Kultur darstellen.

Wie kann eine solche Einstellung mit der Idee der EU vereinbar sein?

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Filed Under Blick auf den Westen, Türkei 



Comments

3 Responses to “EU ja, Nichtmuslime nein”

  1. A New European » Alles hat seine Grenzen on June 18th, 2006 10:39 pm

    […] Bei der »Türkei in der EU«-Frage schwanke ich immer zwischen Ja und Nein her. Aber jetzt muss ich leider kategorisch zum Nei […]

  2. Freunde der offenen Gesellschaft»Blog Archive » Winne The Pooh und die Grenzen der EU on June 19th, 2006 11:22 am

    […]
    Bei der »Türkei in der EU«-Frage kann man immer zwischen Ja und Nein hin und her schwanken. Aber jetzt gibt es einen Gru […]

  3. Transatlantic Forum » Blog Archive » 300.000 gegen Erdogan on April 15th, 2007 12:55 am

    […] Siehe auch: • Demonstranten für Hrant Dink, 20. Januar 2007, • EU ja, Nichtmuslime nein, 15. Juni 2006, • Türkei gen Westen?, 10. Oktober 2005.  Print This Post  Email This […]

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