Postzionismus ist Antizionismus ist Antisemitismus
I know deep inside me that the Hebraic identity is the most radical version of the idea of Jewish supremacy, which is a curse for Palestine, a curse for Jews and a curse for the world. It is a major destructive force…. For an Israeli to humanise himself, he must de-zionise himself. In this way, self-hating can become a very productive power. It’s the same sense of self-hating I find, too, in Jews who have given the most to humanity, like Christ, Spinoza or Marx. They bravely confronted their beast and, in doing so, they made sense to many millions.
… äusserte sich einmal der antizionistische Jazzmusiker Gilad Atzmon. Ein überaus lesenswertes working paper (PDF, 164 Seiten) des Londoner Soziologen David Hirsh, erschienen in der Yale Initiative for the Interdisciplinary Study of Antisemitism, zeichnet das antizionistische Denken unter selbsthassenden jüdischen und anderen linken Intellektuellen nach:
Contemporary left wing secular antiracist anti-Zionism cannot be understood solely as an intellectual or political critique of ‘Zionism’ but also needs to be understood as a broad and variegated movement which exists alongside a set of other anti-Zionist movements. Methodologically, therefore, it is necessary to look at the theory, the discourse and the claims of anti-Zionists, but it is also necessary to take into account the social reality of the ways in which these are actualized in the world. The movement is the site where the relationship between a set of shared conceptual meanings and understandings on the one hand, and the real-world political and social actualization of those understandings and meanings, on the other, are played out.
… Some Jewish and antiracist anti-Zionists have flirted with Holocaust denial by defending the appropriateness of comparisons between Israel and Nazi Germany. Some have routinely minimized antisemitism, often finding excuses for the rhetoric of Jewish conspiracy, Jewish domination of the media, Jewish power. Some have found excuses for movements that wish to wipe Israel off the map. Some have gone along with the ‘truism’ that people who talk about antisemitism do so dishonestly because they are part of a conspiracy to hide the crimes of ‘Zionism’. Some have routinely fought for the commonsense notion that Israel is a uniquely serious human rights abuser.
Der Politikwissenschaftler Shlomo Avineri hatte schon vor einem halben Jahr in der Haaretz darauf hingewiesen, dass Post- und Antizionisten gerne eine mehr als merkwürdige Doppelmoral pflegen:
–––At the same time, those who are careful not to accept the Zionist narrative sometimes accept the Palestinian narrative without question.
Ähnliche Beiträge:
- Frankreich und Amerika, November 30, 2005
- “Der Westen ist schuld!” (2), February 28, 2007
- Common Sense in Toronto, December 16, 2007
- USA, Irak, Terrorismus, September 28, 2006
- Liberalismus und Immigration, February 3, 2007
- WHEREAS…, February 3, 2006
- Was Mugabe vom Iran lernen kann, July 16, 2008
- Postcolonial Ideology, April 16, 2008
Comments
6 Responses to “Postzionismus ist Antizionismus ist Antisemitismus”
Leave a Reply








Heißt das ein Jude darf nur Zionist sein? Wahrscheinlich könnten Eigenschaften bei besagtem Antizionismus und Postzionismus auch bei Zionisten zu finden sein. Die sind auch nicht so homogen. Ob man das auf die Gesammtheit verallgemeinern kann?
So jetzt stoppe ich mal die Uhr, wann Möhling angedackelt kommt. Juden sind sein Hobby
> So jetzt stoppe ich mal die Uhr, wann Möhling
> angedackelt kommt. Juden sind sein Hobby
Nein, ihres - oder was treibt sie hier um? Ich kümmere mich um Antisemiten, denn die wollen auch mir Heiden an den Kragen. Aber um ihre Frage zu beantworten: Ja, auch Zionisten haben Eigenschaften, wenn auch nicht bei Anti- und Postzionismus, whatever that means. Wissen sie wenigstens selbst, was sie sagen wollen, wenn sie als Diplomand mit dem Satzbau ringen? Mit Herrn Kreutz könnten sie sich allerdings auch auf Türkisch austauschen. Meines ist leider etwas verkümmert, allerdings wär’s dann ein Dialog auf gleicher Augenhöhe - der kommt ja immer gut.
Sch(m)erz beiseite: Nein, bei aller Inhomogenität flirten Zionisten eher nicht mit Holocaustleugnung, vergleichen Israel kaum mit Naziland und goutieren selten die Verniedlichung des Antisemitismus. Auch sonst sind die Gemeinsamkeiten zwischen Zionisten und ihren Gegnern gering, wenn sie auch alle zuweilen recht kiebig sind. Sie deswegen in einen Topf werfen zu können, ist Wunschdenken. Wie zu lesen war, notzüchtigen ‘männliche nichtdeutsche Jugendliche’ 7,5 mal so oft wie man es erwarten sollte - lediglich der Logik Gewalt anzutun, ist da schon ein anerkennenswerter Fortschritt.
Wahrscheinlich hat Herr Zaimoglu dies im Sinn, wenn er von der Immigration als Erfolgsgeschichte spricht. Ich möchte sie diesbezüglich aber ebenfalls als Intensivtäter einordnen, wenn auch als ein im Vergleich zur peer group mustergültig sublimierenden…
Und stop. Wirklich nach ihnen kann man die Uhr stellen

Der Pawlowsche Hund kann einstecken sag ich ihnen, mit was für einem Verve sie hier ne virtuelle Bleiwüste produziert haben über Antisemitismus, als ich “Jude” geschrieben haben, ist schon faszinierend.
Vielleicht werd ich mal ein Möhling Wörterbuch herausbringen. Sie sind mein großes Vorbild
> Sie sind mein großes Vorbild
Unsinn, das ist Herr Rieger - der unterschreibt ihren Beitrag, baut Moscheen und kämpft auch mit Deutsch als Fremdsprache.
LOL, Sie beide sind wirklich zum Schiessen. Aber kommen Sie mal langsam zum Thema zurück, sonst werden die Kommentare geschlossen…
[…] Aber dann wird der Eintrag von Michael Kreutz auf dem Transatlantic Forum richtig interessant: Postzionismus ist Antizionismus ist Antisemitismus. Was die betreffenden „selbsthassenden jüdischen und anderen linken Intellektuellen“ […]