Was eine Milliarde Muslime wirklich denken
“Die Sympathisanten des Terrorismus hassen nicht unsere Freiheit, sie wollen unsere Freiheit”, bilanziert Gallup-Mitarbeiterin Dalia Mogahed über die Studie “Wer spricht für den Islam? - Was eine Milliarde Muslime wirklich denken”. Die Süddeutsche resümiert:
“Im Gegensatz zur verbreiteten Annahme, dass Extremisten anti-demokratisch eingestellt seien” betonten 50 Prozent von ihnen, dass sie mehr “politische Demokratie” befürworten. Mehr noch: Befragt, was sie am Westen am meisten bewundern, nannten die politisch Radikalen an erster Stelle “Technologie” - bereits an zweiter Stelle “das westliche Wertesystem”, gefolgt von einem “fairen politischen System, Demokratie und Menschenrechten”.
Dass Otto-Normal-Muslim so denkt, will ich ja gerne glauben, aber dass auch viele der Extremisten so denken, fällt schwer zu akzeptieren. Und in der Tat gibt es da auch einen Haken: Mitautor der Studie ist nämlich John L. Esposito.
Der Islamwissenschaftler John L. Esposito, Direktor des Prince Alwaleed Bin Talal Center for Muslim-Christian Understanding an der Georgetown Universität, ist seit langem dafür bekannt, die Gefahr durch gewaltbereite Islamisten herunterzuspielen. In den Worten von Martin Kramer: Esposito “has never met an Islamist he didn’t like.” Von sich selbst behauptet er: “I owe my Lexus and my career to the Ayatollah Khomeini.”
Nun gut, das muss nicht heissen, dass die Studie wissenschaftlichen Ansprüchen nicht genügt. Vorsicht ist dennoch angebracht, zummindest solange sie noch nicht veröffentlicht ist.
–––Ähnliche Beiträge:
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4 Responses to “Was eine Milliarde Muslime wirklich denken”
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Ich war schon etwas erstaunt, dass sich das ansonsten seriöse Institut Gallup für solche Propaganda hergibt. Liegt es am gegenwärtigen Wahlkampf? Wie auch immer, aus der Presseerklärung lassen sich bereits einige zentrale Fehler der Studie erkennen. Ich habe mir einen Kommentar dazu erlaubt:
http://weblog-sicherheitspolit.....rnung.aspx
[…] Das sind die, die das Kalifat wiederherstellen wollen! Aber diese Interpretation passt gut in die Darstellung der Studie durch ihre Verfasser und ist daher wohl einfach nur ohne Nachzudenken (oder auch sehr gewollte) […]
Kennt ihr das schon? Unfassbar:
http://cdu-politik.de/2008/03/.....nwaehlbar/
Dachte schon, keiner würde davon schreiben. Esposito ist ein Witz, seine Koautorin Muslimin
Muslimin. Vorabexemplare bekamen u.a. Karen Armstrong und, hoppla, Robert Pape, die dann auch nur freundliches zu sagen hatten. Der Rest der Rezensenten zählt ebenso zu den üblichen Verdächtigen. Gallup, Shmallup.