Gerechtigkeit?

By Michael Kreutz · December 1, 2008 · Comments 

Was für eine Gerechtigkeit? Glaubt noch irgendjemand, dass es den Terroristen von Mumbai darum ging? Um Anerkennung und Chancengleichheit? Die Leichen der von den Terroristen getöteten Geiseln wiesen erhebliche Spuren von Folter auf, berichteten zwei Ärzte. Dabei gingen die Folterer unterschiedlich nach der Nationalität ihrer Opfer vor:

The other doctor, who had also conducted the post-mortem of the victims, said: “Of all the bodies, the Israeli victims bore the maximum torture marks. It was clear that they were killed on the 26th itself. It was obvious that they were tied up and tortured before they were killed. It was so bad that I do not want to go over the details even in my head again,” he said.

Corroborating the doctors’ claims about torture was the information that the Intelligence Bureau had about the terror plan. “During his interrogation, Ajmal Kamal said they were specifically asked to target the foreigners, especially the Israelis,” an IB source said.

(Hier gefunden.)

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Gewalt in Pakistan

By Martin Riexinger · December 1, 2008 · Comments 

Während in Swat im Norden ein Bombenanschlag pakistanischer Taliban auf eine Straßensperre neun Tote forderte, kamen bei Schießereien zwischen Paschtunen und aus Indien stammenden Muhajirun in Karachi von Samstag bis heute morgen 39 Menschen ums Leben.

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Vorverurteilungen

By Heinz Eggert · November 30, 2008 · Comments 

Morgenpostkolumne 30.11.2008
Heinz Eggert

Am 18.11. saßen Stanislav Tillich und ich zusammen in Moritzburg vor der Kamera und sprachen über seine Kindheit, seine Jugend und sein Leben in der DDR. Natürlich fragte ich ihn auch, warum er 1987 in die CDU eingetreten sei und warum er im Mai 1989 noch die Führungsfunktion beim Rat des Kreises übernommen hatte. Seine Antwort war offen und direkt. Er wollte nicht in die SED eintreten, obwohl er dann Leiter der Konstruktionsabteilung geworden wäre, deshalb die CDU. Also blieb er einfacher Konstrukteur.

Er wusste, dass die DDR-Blockparteien nur ein demokratisches Feigenblatt der SED-Diktatur waren. Richtung und Führung kamen von der SED. Die Blockparteien durften helfen, freudig und unwürdig die SED-Politik mit durchzusetzen. 1989 zog Tillich aus der Nische aus. Ihm war dann das Hemd näher als der Rock. Sagte er. Er wollte in seiner sorbischen Heimat bleiben und sich politisch arrangieren. Damals war er 29 Jahre alt.

Als ich ihm einmal erzählte, dass ich 1990 als Landrat alle Führungskader entlassen hatte, da war ihm das nicht neu. Auch er hätte damals mit zu den Entlassenen gehört. Auch das war ihm nicht neu. Er kannte mich ja. Überraschend für mich war damals seine Reaktion. Er hätte das auch gut verstanden! Überrascht waren wir bestimmt beide über die Schlagzeilen jetzt ein paar Tage später. Da wurde alles vorwurfsvoll enthüllt, was jeder, der es hätte wissen wollen auch hätte wissen können.

Man hätte Tillich nur fragen brauchen. Vielleicht wäre es aber besser gewesen, wenn er ungefragt alle Details von sich aus erzählt hätte, damit man sie rechtzeitig überprüfen und hinterher nicht noch skandalieren konnte. Auf seiner Internetseite agierte er verschämt. Weil er sich seines politischen Irrtums von damals bis heute schämt. Wenn das alle täten, die im DDR Staat weisungsberechtigt waren, wären wir in der Vergangenheitsbewältigung heute schon weiter. Aber die Ehrlichkeit litt auch darunter, dass nach der Wende, etliche aus dem CDU Glashaus mit Fingern auf jene zeigten, mit denen sie zu DDR-Zeiten noch selbst am Staatstisch gesessen hatten. So wurde Sachlichkeit nicht hergestellt.

Allerdings auch nicht, wenn Westdeutsche selbstgerecht über die Lebensbiografien Ostdeutscher urteilen. So diffamiert das SPD-Schwergewicht Nolle jetzt mehr als er aufklärt. Richtig ist: Tillich hat einmal vor 20 Jahren politisch geirrt, ohne zum Täter geworden zu sein.

Das war bei dem Sachsen Herbert Wehner anders. Er denunzierte seine eigenen Genossen beim KGB. Das brachte denen Lager und Tod. 20 Jahre später führte er die SPD Fraktion. Vielleicht sollten wir bei Tillich die Kirche im Dorf lassen. Oder?

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Ein Festival für darstellende Künste…

By Martin Riexinger · November 30, 2008 · Comments 

… erwartet man nicht unbedingt in Lahore. Es gibt sie dennoch, solche Versuche, den Anschluss an das internationale Kulturleben zu wahren. Letzte Woche ging diese Veranstaltung zu Ende, nicht ohne dass versucht wurde, Veranstalter, Teilnehmer und Besucher einzuschüchtern. Bei dem Anschlag mit leichtem Sprengstoff vor einer Woche, gab es nur einen Leichtverletzten.

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Diskriminierung ist schuld

By Martin Riexinger · November 30, 2008 · Comments 

Meint nicht nur Monsieur Jaffrelot, sondern nun auch Fareed Zakaria (via Jörg Lau):

In addition, Muslims there are disaffected and vulnerable to manipulation. They are underrepresented at every economic, political and social level—with a few high-profile exceptions.

Die high-profile exceptions sind nicht ganz ohne, ob in der Wirtschaft, in der Politik oder im Showbusiness.

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“… pour qu’elles fassent justice aux musulmans”

By Martin Riexinger · November 29, 2008 · Comments 

Derartigen Stuss, wie ihn französische Politologen verzapfen, kommentiert der indische Muslim Daniyal Shoaib in einem Brief an “Mr. Terrorist”:

Let me tell you something about my self. I did my schooling in Calcutta in one of the city’s finest schools—-La Martiniere for Boys. I completed my graduation in Electrical Engineering from the Birla Institute of Technology, Mesra and am now employed with a premier business research firm in Gurgaon.

Maltreated? How?

If there was wide spread discrimination against Muslims as you claim how did these institutions take me in?

That’s not to say that India is perfect. To get a house in Gurgaon I had to lie about my religion. I claimed I was Christian, playing up the similarity between ‘Daniel’ and ‘Daniyal’. People would not let out their house to a person named Shoaib Mohammed Daniyal.

But for that will you kill 130 people. For that will you hold hundreds more hostage? For that will you destroy a city?

And even if you do, how will that help the Indian Muslim? Will people now let out their flats to me? Will future landlords now say, “Bravo! Terrorists destroyed Mumbai for you. Here are the keys to my flat. If you need anything, I’m at your beck and call.”

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Muslimtest

By Martin Riexinger · November 29, 2008 · Comments 

Was der türkische Tourist Seyfi Müezzinoğlu in Bombay erlebte (tr.), wirft ein bezeichnendes Licht auf jene, denen es laut dem französischen Südasienwissenschaftler Christophe Jaffrelot nur darum ging, einen “appel aux autorités indiennes pour qu’elles fassent justice aux musulmans” loszuwerden (via).

Als Müezzinoğlu merkte, dass es sich bei den Eindringlingen um Muslime handelte, wies er darauf hin, dass er und seine Frau auch Muslime seien. Mit dem Eintrag im Pass wollte sich einer der Terroristen jedoch nicht zufrieden geben und bestand darauf nachzuprüfen, ob Müezzinoğlu beschnitten sei. Als er merkte, dass Müezzinoğlu in seiner Todesangst bereit war, die Hose herunterzulassen, begnügte er sich damit, ihn die erste Sure des Koran aufsagen zu lassen.

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